Damit Sie beim Besuch von Barack Obama in Baden-Baden mitreden können. Sagen Sie einfach, Sie hätten diese Informationen „aus dem engeren Umkreis des US-Präsidenten“. Vielleicht von Reggie Love, seinem hochgewachsenen persönlichen Assistenten. Also, lieber Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, wenn beim Dinner die Small-Talk-Themen fehlen – hier bitte …
Es gibt keine Air Force One: zumindest nicht eine einzige! Jedes Flugzeug der US Air Force hat als Funkrufnamen „Air Force One“, wenn sich der Präsident an Bord befindet. Meist sind damit zwei umgebaute Langstreckenversionen der Boeing 747-200B gemeint, also Obamas fliegendes Machtzentrum. Neben 23 Besatzungsmitgliedern können bis zu 70 Fluggäste befördert werden. Das reicht nicht ganz für Obamas Entourage: Er wird auf seinem Europa-Trip von fast 500 Leuten begleitet, davon 200 Geheimdienstler!
Marine One: Vom Flughafen Straßburg aus wird Obama per Helikopter zur Klosterwiese in Baden-Baden fliegen. Für „Marine One“ gilt wie oben: Jeder Heli der Marines, der den Präsi an Bord hat, trägt diesen Namen. Es gibt angeblich 19 baugleiche Exemplare. Mehrere davon wurden vorab nach Europa geflogen.

Cadillac One: Das ist die Limousine des Präsidenten. Es handelt sich um einen tonnenschweren Cadillac mit gepanzerter Außenhaut und kugelsicheren Scheiben und wird natürlich auch extra eingeflogen. Das Auto ist mit Nachtsichtgerät, Tränengaswerfern, scharfen Pump-Guns und einem Tank mit Löschschaum gegen Explosionen ausgerüstet. Konserven mit Obamas Blutgruppe sind ebenfalls an Bord. Die Jungs vom United States Secret Service, die den Präsidenten auf Schritt und Tritt begleiten, nennen das Fahrzeug intern „The Beast“ (das Biest).
Renegade: Obamas Codename bei den Secret-Service-Agenten ist übrigens „Renegade“ (der Abtrünnige), der seiner Frau Michelle „Renaissance“ (Wiedergeburt). In diesem Sinne: Welcome, Mr. Renegade
Schlagworte: Air Force One, Angeberwissen, Baden-Baden, Barack Obama, Cadillac One, Marine One, Nato-Gipfel, Renegade, The Beast