Autofahren in Baden-Baden ist eigentlich (k)eine schöne Sache: In der Innenstadt gibt es kaum (kostenlose) Parkplätze, und rundherum sind die Straßen voll mit Besuchern, Touristen, Durchreisenden und Sonntagsfahrern, wobei man letztere an jedem Wochentag treffen kann. Die haben meistens einen Hut auf oder fahren ein Auto, das aus irgendwelchen Gründen vom Hersteller auf eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h begrenzt wurde. So schleichen sie dann über die Straßen, auf denen 60 erlaubt ist.
Und dann gibt es noch die, die keine Verkehrsregeln beherrschen. Die einen trifft man immer beim Kreisverkehr der B500 in der Cité. Der ist zweispurig und das macht die Sache noch viel interessanter. Vor allem, weil rund 50 % der Leute nicht wissen (wollen), daß der Verkehr im Kreisel Vorrang hat. Da donnern die Damen und Herren mit über 60 von auswärts an – und wundern sich, wenn man ihnen fast den Kotflügel wegfährt. Also aufpassen!
Immer brenzlig ist es auch im Michaelstunnel stadtauswärts von Lichtental kommend. Gleich nach der Einfahrt kommt nämlich noch eine Fahrspur aus der Innenstadt rein. Und die Autos da haben definitiv keinen Vorrang. Aber viele, die auf der Hauptspur sind, denken, es handle sich hier um das vorgeschriebene Reißverschluß-System und bremsen ab, sobald einer von rechts zu sehen ist. Falsch! Wer hier bremst, gefährdet den nachfolgenden Verkehr, liebe Mit-Autofahrer. Also nicht rauf auf die Bremse, sondern aufs Gas und schön mit den erlaubten 60 weiterfahren. Und nur zur Info: Tachos „gehen meistens vor“, also sind bei erlaubten 60 locker 70 auf der Tachonadel drin. Alles klar?
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