Sie kommen unangemeldet, sie sind meist zu dritt und haben keine Scheu vor üblen Gerüchen und schmierigen, schleimigen Sachen – die Müll-Schnüffer von Baden-Baden. Diese Woche waren sie unterwegs, um zu kontrollieren, ob in der Gelben Tonne wirklich nur das drin ist, was reingehört, vorwiegend also Verpackungsmaterial. Manch einer stellte dann abends, wenn er heimkam, fest, daß seine Tonne nicht geleert worden ist. Stattdessen fand er einen Zettel vor mit der Mitteilung, er könne gerne den Müll noch mal sortieren. Dann werde er bei der nächsten Abholung (also in einem Monat) mitgenommen. Oder aber man bestellt sich bei der städtischen Müllabfuhr eine Sonder-Entleerung. Gegen saftiges Honorar natürlich: 25,80 Euro für eine 240-Liter-Tonne.
Was ich davon halte? Nichts, liebe Müll-Stasi! Wenn ich mir vorstelle, wie verzweifelt viele ältere, seh- und gehbehinderte Mitbürger sind, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Tonne jetzt leerkriegen. Vielleicht reicht die Mindestrente nicht für die 25,80 Euro extra. Vielleicht wissen sie gar nicht, was denn nun genau reindarf in die Gelbe Tonne und was nicht. Und das alles vor Weihnachten. Volle Tonnen überall, und durch den weihnachtlichen Geschenkverpackungsmüll werden Ende das Jahres und im Januar offene, übervolle Tonnen herumstehen, viele mit lose gebundenen Säcken daneben. Da freuen sich Ratte und Waschbär und was weiß ich noch für Ungeziefer auf vier oder mehr Beinen.
Es mag sein, daß die Baden-Badener wirklich etwas sorglos umgehen mit dem Müll in der Gelben Tonne. 40 Prozent seien Müll-Sünder, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Aber wer, bitte, behält noch den Überblick? Was muß in die Biotonne, was in die Restmülltonne, was in die Gelbe? Und dann noch die Blaue Tonne fürs Papier. Dazu Sperrmüll und Sondermüll auch noch. Wobei Experten die Gelbe Tonne ohnehin in Frage stellen. In anderen Städten geht’s auch ohne Tonnen-Vielfalt. Da kommt alles in eine, jawoll. Und der Müll wird von modernen Aufbereitungsanlagen sortiert.
Abgesehen davon: Am meisten ärgert mich die Unverfrorenheit, mit der hier zu Werke gegangen wird. Eine Dreier-Gruppe (vom Müllabholer M.E.R.B. aus Achern, der Verwertungsanlage und der Stadt) ist unterwegs. Und wer einen sogenannten „Fehlwurf“ oder „Störwurf“ in der Tonne hat, dem wird sie nicht geleert. Wir zahlen ein Heidengeld für die Müllentsorgung. Da könnte man schon erwarten, daß zumindest beim ersten „Vergehen“ ein Brief hinterlassen wird, Motto: „Bitte sortieren Sie künftig sorgfältiger, sonst wird beim nächsten Mal die Tonne nicht geleert.“ Aber sie gleich stehen zu lassen – das geht nicht. Bürgerservice ist das keiner, sondern eine nicht hinzunehmende Gängelung.
Vielleicht sollten wir alle einen Monat lang unseren Müll nicht in die Tonne leeren, sondern probeweise die Säcke am Monatsletzten direkt vor dem Rathaus abliefern. Und uns zeigen lassen, wie man richtig sortiert. Dann stinkt’s den Stadtoberen mindestens genauso wie jetzt uns.
Baden-Baden: Die Müll-Schnüffler sind unterwegs
12. Dezember 2009 von Baden-BloggerRestaurantkritik: Amadeus Baden-Baden, Service
31. Juli 2009 von Baden-BloggerJa ja, der Gast ist nicht immer König. Ich habe hier ja schon über Vorfälle im Wall Street und im Besitos in Baden-Baden berichtet. Jetzt erlebte ich ähnliches auch im Amadeus am Leopoldsplatz in Baden-Baden. Wir saßen abends zu dritt auf der Terrasse, da kam – wir waren mit unserem zweiten Getränk erst halb fertig – der Kellner und meinte, er müsse jetzt abkassieren, weil er Schichtende habe.
Schwieriges Thema. Klar, der Mann will nach Hause, weil er schon seit den Morgenstunden im Laden war. Dennoch ist einem Gast nicht zuzumuten, zweimal zu zahlen. Erst bei dem, der nach Hause will, dann, später bei dem, der die nächsten zwei Getränke bringt.
Noch unpassender ist die Vorgehensweise in einem Fall wie unserem, da zwei von einem dritten eingeladen waren, weil es sich um ein Geschäftsessen handelte. Der arme Kollege hat um des lieben Friedens willen tatsächlich zweimal bezahlt. Jedesmal mit EC-Karte, jedesmal eine Rechnung gefordert, jedesmal das Trinkgeld extra quittieren lassen (so will es das Finanzamt). Und zurück in der Firma hat er zwei Rechnungen vom selben Abend im selben Restaurant, die er einreichen muss. Schöner Kundenservice!
Baden-Baden: Kindergärten werden teurer
20. Juli 2009 von Baden-BloggerSchlechte Nachrichten für alle Eltern, die Ihre Kinder in einem der entsprechenden Gärten in Baden-Baden angemeldet haben: Zur neuen Saison (also Ende August) erhöhen sich die Beiträge um 2 Euro, zum Beispiel im katholischen Kindergarten „Arche Noah“ in Lichtental von 79 auf 81 Euro pro Monat. Ganz schlimm trifft es diejenigen, die ein Kind unter drei Jahren im KiGa haben: Hier erhöhen sich die Preise von 79 auf satte 110 Euro. Das haben mir Informanten zugetragen.
Ob das damit zusammenhängt, daß auf der Klosterwiese eine neue Kinderkrippe errichtet wird? Man weiß es nicht. Weh tut es auf jeden Fall im Geldbeutel. Aber Baden-Baden hat sich ja schon immer als sehr rentnerfreundliche kinderfreundliche Stadt ausgezeichnet.
Service-Kritik: Hotel zum goldenen Löwen (Löwenbräu) in Baden-Baden
20. Juli 2009 von Baden-BloggerEine kleine Episode aus dem Reich der Geiz- und Gier-Welt: Ein Kollege war beruflich in Baden-Baden, hatte für zwei Nächte das Hotel zum Goldenen Löwen im Löwenbräu am Jesuitenplatz gebucht. Dies, weil viele von uns dort früher schon wohnten (zum Teil monatelang), als wir beruflich hier zu tun hatten. Übrigens für 75 Euro pro Nacht im schäbigen Einzelzimmer (ich kenne die, das sind wirklich größere Besenkammern), in dem in diesem Fall auch der TV-Sat-Receiver nicht funktionierte.
Nun ergab es sich, daß der Kollege aus Termingründen doch nicht zwei, sondern nur eine Nacht bleiben konnte. Frechheit eins: Der Mann mußte beide Nächte schon bei Anreise im voraus zahlen. Frechheit zwei: Man ließ ihn nicht einfach stornieren, sondern meinte: Gebucht ist gebucht, das wird auch bezahlt. „Gütigerweise“ hätte man ihm für die zweite Nacht 20 % erstatten könne, der Rest wäre Stornogebühr! Leute, Leute, eine Weltstadt mit Herz behandelt ihre Gäste anders, und das sollte auch ein angeblich so tolles Haus wie das Löwenbräu. Denn der Kollege kommt sicher nicht wieder zu Euch. Und viele andere auch nicht mehr …
Das wird lustig: Michaelstunnel 2010 ein Jahr lang gesperrt
9. Juli 2009 von Baden-BloggerEndlich wieder was los auf den Straßen in und ums Zentrum! Der Michaelstunnel (B 500) in Baden-Baden wird ab Frühjahr 2010 gesperrt. Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten. Und zwar nicht acht oder neun Monate, wie es bisher immer hieß – sondern voraussichtlich für ein ganzes Jahr! Wir sehen uns im Stau! PS: Eine Verkehrsführung über den Leopoldsplatz wird es übrigens definitiv nicht geben.
Baden-Baden: Gaspreissenkung nicht in Sicht!
9. Mai 2009 von Baden-BloggerViele große Versorger im ganzen Bundesgebiet haben seit Anfang des Jahres die Gaspreise wieder gesenkt – zum Teil rückwirkend. War ja auch längst fällig. Schließlich war der Ölpreis schon längst wieder auf Talfahrt – und an den ist ja der Gaspreis gebunden.
Die Stadtwerke Baden-Baden nahmen letztes Jahr die Bindung Gas-/Ölpreis zum Anlaß für eine kräftige Preiserhöhung. Aber von sinkenden Preisen läßt man den Kunden nicht profitieren. Bis heute nicht!
Kein Wunder, daß mit den Jahresabrechnungen, die im April verschickt wurden, viele Bürger Nachzahlungen von 500 Euro und mehr zu verkraften hatten.
Die Frage ist: Wann gedenken die Stadtwerke endlich die Preise zu senken? Und warum hängt sich keine der Parteien im Stadtrat an dieses Thema dran?
Michaelstunnel gesperrt – Umfahrungstipps
27. Januar 2009 von Baden-BloggerDer Michaelstunnel bleibt voraussichtlich noch bis Anfang Februar gesperrt. Grund für die Sperrung ist die aufwendige Reparatur der defekten Lüftungstechnik. Aber auch sonst ist die schnelle Röhre gerne mal dicht, wenn’s z.B. mal wieder gekracht hat. In solchen Fällen bietet sich die als U1 ausgeschilderte Umleitung über den Fremersberg/SWR an. Ist zwar ziemlich lange, aber meistens schneller als diverse Schleichwege (die wir Einheimischen für uns behalten).

Während der Langzeitsperre gilt folgendes: Die Poller in Höhe der Kolonnaden bei der Kurhausgarage wurden abgesenkt. Die Kreuzstraße wird, wie bereits während der sechswöchigen Tunnelsperrung vor drei Jahren, im Einbahnstraßenverkehr geführt (von der Fieserbrücke in Richtung Augustaplatz). Die Kaiserallee ist in beiden Richtungen befahrbar. Im Bereich Kaiserallee/Luisenstraße/Hindenburgplatz regelt eine Ampel den Verkehr. Ebenfalls steht die Lichtentaler Allee ab dem Stadtmuseum/ Fremersbergstraße in Richtung Goetheplatz für den Autoverkehr zur Verfügung. Die Friedrichstraße ist in Richtung Fremersbergstraße Einbahn.

Die Umfahrungsempfehlungen als pdf-Download gibt es hier bei der Stadtverwaltung Baden-Baden.
Damit Sie beim Besuch von Barack Obama in Baden-Baden mitreden können. Sagen Sie einfach, Sie hätten diese Informationen „aus dem engeren Umkreis des US-Präsidenten“. Vielleicht von Reggie Love, seinem hochgewachsenen persönlichen Assistenten. Also, lieber Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, wenn beim Dinner die Small-Talk-Themen fehlen – hier bitte …
